Platz für Nachhaltigkeit: Frickenhäuser Unternehmen Winzki erweitert seine Produktionsfläche.

Platz für Nachhaltigkeit: Frickenhäuser Unternehmen Winzki erweitert seine Produktionsfläche.

Um mehr als 100 Prozent auf nun 1500 Quadratmeter hat der Musik-Player-Hersteller Mitte November seine Flächen in der Benzstraße in Frickenhausen erweitert. Der Grund: Die Nachfrage nach Hörbert, dem MP3-Player für Kinder hat sich binnen eines Jahres nahezu verdoppelt auf 8000 Geräte.

Das junge Unternehmen baut die Gehäuse aus Holz und Edelstahl, montiert ausschließlich in Frickenhausen und baut das Gerät robust und einfach. Dass Winzki damit den Nerv von Kindern und deren Eltern trifft, beweist die steigende Nachfrage. Leiterinnen von Kindergärten sind auf den Hörbert aufmerksam geworden und fragen immer häufiger eine Werksbesichtigung an. Dabei soll den Kindern ein Gespür für Nachhaltigkeit vermittelt und gezeigt werden, wo und wie ihr tragbarer Hörspieler gebaut wird. Deshalb waren die bisherigen 650 Quadratmeter für Versand, Produktion und Lager schlicht zu knapp geworden. „Sogar unsere Bürokräfte waren von unseren MP3-Boxen und Kartons umgeben“, erzählt Rainer Brang, Geschäftsführer und Erfinder von Hörbert. Die Frickenhäuser mit den bunten Knöpfen hatten Glück: Im gleichen Areal war eine Halle frei, die das Team noch vor dem Weihnachtsgeschäft beziehen konnte. Nun stehen ganze 1500 Quadratmeter zur Verfügung. Brang: „Wir haben mittlerweile auch zwei neue Produkte, da kommt uns der Platz gerade recht.“ So hat der frühere Softwareentwickler nun auch einen Hörbert-Elektronikbausatz, sowie ein Nähset für eine Filzhülle in vier Farben und einen nachrüstbaren Sleeptimer im Angebot. Jetzt können Kinder mit ihrem Lieblingshörspiel einschlafen, und die Eltern festlegen, wie lange Hörbert noch spielt. Auch das Team der Mitarbeiter ist dieses Jahr bereits um vier auf 17 gewachsen. Denn Filz, Verpackungen oder Module müssen organisiert, montiert und gelagert werden. Im nächsten Jahr wird die Suche nach weiteren Mitarbeitern fortgesetzt, die Lust auf Qualität und kreatives Arbeitsumfeld haben. Mit einer Fachkraft für Marketing wird begonnen.

„Wir beschäftigen viele Mütter und Berufs-Wiedereinsteigerinnen in Teilzeit“, sagt Brang, der als Vater zweier Söhne die Problematik der Verfügbarkeit kennt. Flexibilität im Personaleinsatz müsse, wie beim Produkt auch, vorhanden sein. Alles soll qualitative Handarbeit „made in Germany“ bleiben. „Es ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter das Produkt sehen und fühlen“, so der Geschäftsführer. Ebenso sei der Erhalt der Individualität ein Punkt, der Hörbert ausmache. Anfragen von Pflegenden aus dem Bereich der Demenz oder für Menschen mit Behinderungen häufen sich neuerdings und bestätigen das Erfolgskonzept. „Ein großer Knopf zum Erreichen mit Ellenbogen, Händen oder spezielle Farbwünsche können für viele das Leben erleichtern“, erzählt der 42-Jährige. Daher forschen sie nun daran, für Menschen mit Beeinträchtigung die je passende Lösung zu finden.

 

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